Krisenvorsorge: Die optimale Lebensmittelliste für 2 Wochen
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt für jeden Haushalt einen Vorrat für mindestens 10–14 Tage. Doch was gehört konkret hinein, und wie viel braucht man wirklich?
Warum ein Krisenvorrat?
Naturkatastrophen, Stromausfälle, Lieferengpässe – die letzten Jahre haben gezeigt: Unvorhergesehene Ereignisse können die Versorgungslage schnell beeinflussen. Ein gut angelegter Notvorrat gibt Sicherheit, ohne zum Hamsterkauf zu werden.
Grundprinzipien des Notvorrats
- Essen, was man kennt: Nur Produkte einlagern, die du wirklich isst
- Schrittweise aufbauen: Den Vorrat nicht auf einmal kaufen, sondern über Wochen
- Regelmäßig rotieren: Ältestes zuerst verbrauchen, Neues nachkaufen (FIFO)
- Wasserversorgung sichern: Mindestens 2 Liter pro Person und Tag
Die Lebensmittelliste für 2 Wochen (pro Person)
Getränke
- Wasser: 28 Liter (2 L/Tag)
- Tee, Kaffee (nach Bedarf)
- Fruchtsäfte in Tetrapaks
Kohlenhydrate & Energie
- Nudeln: 1,5 kg
- Reis: 1,5 kg
- Haferflocken: 500 g
- Knäckebrot / Zwieback: 500 g
- Mehl: 1 kg (zum Backen)
Proteine
- Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Bohnen): 1 kg
- Thunfisch/Sardinen (Dosen): 5–8 Dosen
- Fleischkonserven: 3–5 Dosen
- Eier (wenn kühl lagerfähig): nach Bedarf
Fette & Öle
- Pflanzenöl: 500 ml
- Butter/Schmalz (eingemacht): 250 g
Gemüse & Obst
- Tomaten (Dosen): 4–6 Dosen
- Gemüse (Dosen oder getrocknet): 4–6 Portionen
- Getrocknetes Obst: 500 g
- Nüsse & Kerne: 500 g
Sonstiges
- Salz: 500 g
- Zucker: 500 g
- Honig: 250 g
- Backpulver, Hefe: je 1 Packung
- Brühwürfel: 1 Packung
- Multivitaminpräparate: 1 Packung
Was viele vergessen
Medikamente: Mindestvorrat an persönlichen Dauermedikamenten, Schmerzmittel, Verbandsmaterial
Kochinfrastruktur: Campingkocher mit Gaskartuschen oder Spirituskocher – bei Stromausfall ist der Elektroherd nutzlos
Bargeld: Im Ernstfall funktionieren EC-Karten möglicherweise nicht
Powerbank & Radio: Kurbelradio oder batteriebetriebenes Radio für Informationen
Haustiere nicht vergessen
Wer Tiere hält, muss auch für sie vorsorgen. Im Ernstfall sind Tiernahrung und Zubehör genauso schwer zu beschaffen wie Lebensmittel für Menschen – und im Stress denkt man zuletzt daran.
| Tier | Vorrat für 2 Wochen |
|---|---|
| Hund (mittelgroß) | 7–10 kg Trockenfutter oder 20–30 Dosen |
| Katze | 3–5 kg Trockenfutter oder 20–28 Dosen |
| Kleintiere (Kaninchen, Meerschweinchen) | Heu, Pellets, Gemüse-Vorrat |
| Vögel | Körnermischung für 2–4 Wochen |
Zusätzlich einplanen: Tiermedikamente (besonders bei chronisch kranken Tieren), Ersatzgeschirr, Transportbox für den Notfall.
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Tiernahrung sollte separat vom menschlichen Vorrat verwaltet werden – sowohl räumlich als auch in der Bestandsplanung. Im Vorratsmanager lassen sich Haustiere und ihr Futterbedarf direkt hinterlegen; Tiernahrung wird automatisch aus der Kalorienberechnung für Menschen herausgerechnet, damit die Reichweitenanzeige ehrlich bleibt.
Den Vorrat im Griff behalten
Ein Krisenvorrat nützt nur, wenn man den Überblick behält: Was ist noch vorhanden? Was läuft wann ab? Genau das nimmt dir der Vorratsmanager ab – mit Ablaufwarnungen, Reichweitenberechnung und Einkaufslisten für die Lücken im Bestand.
Ein Notvorrat ist keine Paranoia – er ist eine vernünftige Vorsorge, genauso wie eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung. Wer schrittweise vorgeht und sein Lager regelmäßig rotiert, hat keinen zusätzlichen Aufwand – sondern einfach immer genug im Haus.
